Fotografin Mónica Garduño im egoFM Talkradio

Fotografin Mónica Garduño im egoFM Talkradio

Vom Seziersaal vor die Bühne

Von  Dominik Kollmann
Was passiert, wenn man kurz vor dem Ziel merkt, dass man eigentlich in eine ganz andere Richtung rennen will? Monica Garduño war kurz davor, Ärztin zu werden, wurde dann aber Fotografin. Im egoFM Talkradio erzählt sie von ihrem radikalen Neuanfang.


Die Entscheidung gegen das Stethoskop

Eigentlich schien alles vorgezeichnet: Ein Medizinstudium in der Megacity Mexiko-Stadt, eine sichere Karriere, ein bürgerliches Leben. Doch während Monica Garduño 2002 die Schulbank drückte, entdeckte sie im "Casa de la Cultura" (in spanischsprachigen Ländern eine verbreitete Einrichtung zur Förderung von Kunst, Bildung und lokalen Traditionen) etwas, das ihr Leben völlig auf den Kopf stellen sollte: die Fotografie.
"Als Fotografin ist meine Arbeit eine Widerspiegelung meiner Persönlichkeit, betrachtet aus einer anderen Perspektive." – Monica Garduño

Anstatt Leben im OP-Saal zu retten, fing sie an, das Leben auf Film festzuhalten. Es folgte ein radikaler Cut: Abbruch des Studiums, eine zweijährige Ausbildung zur Fotografin in Puebla und schließlich – im Jahr 2006 – der ganz große Sprung über den Atlantik.


Von der Metropole Mexiko-Stadt ins beschauliche München

München wurde ihr neuer Lebensmittelpunkt. Hier verfeinerte sie ihren Stil an der Deutschen Pop Akademie und arbeitete sich von der Fotoassistenz hoch zur gefragten Spezialistin für Konzert-, Event- und Architekturfotografie. Wer ihre Bilder sieht, merkt sofort: Das ist kein Zufall, das ist Handwerk gepaart mit einer tiefen, mexikanischen Leidenschaft für Dynamik.


Zwischen Sehnsucht und Symmetrie

Im egoFM Talkradio spricht Monica aber nicht nur über glänzende Fassaden und verschwitzte Konzertmomente. Wir blicken tiefer: Wie hat sich Mexiko seit ihrem Abschied verändert und mit welchen Herausforderungen kämpfen die Menschen dort heute? Woher nehmen die Mexikaner*innen ihre unerschütterliche Lebensfreude trotz Gewalt und Korruption? Wie findet man in der Symmetrie der Architektur einen Ausgleich zum kreativen Chaos der Bühne? Monica Garduño zeigt, dass Widerstand nicht immer laut sein muss – manchmal reicht es, den Fokus neu zu justieren und mutig einen Weg einzuschlagen, den niemand von einem erwartet hat.

Du hast das Interview im Radio verpasst? Kein Problem! Du kannst das ganze Gespräch hier nachhören!
  • egoFM Talkradio
    Mónica Garduño (Fotografin)

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