Rosalie Thomass im egoFM Talkradio

Rosalie Thomass im egoFM Talkradio

Ein kraftvolles Plädoyer für weiblichen Freiraum

Von  Dominik Kollmann
Rosalie Thomass über verstaubte Schönheitsideale, mutige Mütter und Hoffnung im Kino

Roaslie Thomass ist Schauspielerin aus Leidenschaft – ganz ohne dicke Haut

Schauspielerin, Drehbuchautorin und Vollblut-Künstlerin: Rosalie Thomass prägt seit rund zwei Jahrzehnten das deutsche Kino und Fernsehen mit einer beeindruckenden Bandbreite. Ob in intensiven Dramen, schrägen Komödien oder dem Tatort – sie verleiht ihren Figuren immer eine tiefgründige Authentizität. Am 08. Oktober startet ihr Herzensprojekt Lügen über meine Mutter in den Kinos. Seit 20 Jahren steht sie vor der Kamera. Dass sie diesen Beruf ergreifen würde, war für sie früh klar, auch wenn ihr Umfeld das anfangs kritisch beäugte. Trotz Traum-Abitur entschied sie sich bewusst gegen ein "sicheres" Studium wie Medizin oder Jura und gegen einen Plan B:

"In meiner Logik mit 18 war das so: Wenn ich einen Plan B mache, kann Plan A scheitern. Wenn ich ihn nicht mache, darf A nicht scheitern – also scheitere ich auch nicht." - Rosalie Thomass

Obwohl sie am Anfang ihrer Karriere als junge Frau oft mit klischeehaften Kommentaren und Schönheitsnormen konfrontiert wurde, verweigerte sie es konsequent, sich ein "dickes Fell" zuzulegen:
"Ich will gar kein dickes Fell. Für meinen Beruf ist das sogar schädlich. Mein Fell ist ganz dünn und durchlässig, weil ich total berührbar sein möchte." - Rosalie Thomass


Mit der Verfilmung von Daniela Dröschers Bestseller romanartig Lügen über meine Mutter erfüllte sie sich einen großen Wunsch.

Neben der Arbeit vor der Kamera verfasst Rosalie Thomass inzwischen auch eigene Drehbücher. Der Anstoß dazu kam überraschend bodenständig: Es war die Langeweile während der Schwangerschaft mit ihrem zweiten Kind und der Zwangspause während der Pandemie. Sie verfasste das Drehbuch und übernahm die Hauptrolle der Mutter Cornelia, deren Ehemann Werner (Golo Euler) ihr Körpergewicht für sein eigenes Scheitern verantwortlich macht. Erzählt wird die Geschichte konsequent durch die Augen der kleinen Tochter Ela. Für Rosalie war dieser Blickwinkel essenziell, um dem schweren Thema mit poetischer Leichtigkeit, Phantasie und Humor zu begegnen:
"Ich wollte keinen Film machen, der depressiv ist oder Mitleid erzeugt, sondern einen, aus dem die Leute rausgehen und sagen: 'Boah, jetzt traue ich mich aber auch!'" - Rosalie Thomass
Für Rosalie schaut der Film nicht nur in die 80er Jahre zurück, sondern hält auch der heutigen Gesellschaft einen Spiegel vor. Am Ende zählt für sie vor allem das gegenseitige Empowerment unter Frauen und die Verbindung zu ihren Mitmenschen.

Das gesamte Interview mit Rosalie Thomass gibt es hier und überall dort, wo es Podcasts gibt.

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    Rosalie Thomass (Schauspielerin)

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