Overmono: Pure Devotion

Overmono: Pure Devotion

Das Album der Woche

Von  Vitus Aumann
Das neue Album von Overmono ist euphorisch so wie chaotisch.


Das zweite Album von Overmono: Pure Devotion

Wir schreiben das Jahr 2126. Du hast seit Wochen keinen echten Menschen mehr gesehen, weil sich das ganze Leben in Zoom-Meetings und Streamingchats abspielt, die Kaffeemaschine lässt die grade einen koffeinfreien Cappuccino raus, weil die KI zu hohe Koffeinwerte bei dir gemessen hat und die Künstliche Intelligenz schraubt dir noch schnell einen perfekt auf dein Stimmungsprofil zugeschnittenen Song zum Aufstehen zusammen.

Gut, ganz so schrecklich muss die Zukunft jetzt auch nicht aussehen, aber manchmal tut es eben auch gut, nicht das ganze Leben nach Effizienzkriterien auszurichten: Wie viel Energie man aus dem chaotischem Zusammensein ziehen kann, zeigen Overmono auf ihrem zweiten Album Pure Devotion.

Elektronische Musik so vielseitig wie analoge Menschen

Eigentlich waren Ed und Tom Russel regelrechte Perfektionisten wenn es um ihre Band Overmono geht. Für ihr Debütalbum haben sich die beiden schließlich stolze acht Jahre Zeit gelassen. Aber auf Pure Devotion sind die Brüder deutlich spontaner unterwegs. Das Ziel war die euphorisch chaotische Energie ihrer Live Konzerte auf Platte zu pressen: Die Songs sind deswegen keine schemahaften Teaser auf einen klischeehaften Drop, sondern ganz eigene Klanglabyrinthe. Manchmal subtil und im richtigen Moment ganz groß. Natürlich machen Overmono elektronische Musik, aber Pure Devotion klingt so vielseitig, wie es eigentlich nur ganz analoge Menschen sein können.

"Eine Liebeserklärung an durchgeschwitzte Nächte auf der Tanzfläche, spontane Freundschaften in der Kloschlange und die Neuentdeckung des Sinn des Lebens auf der Fahrt nach Hause."

So wird Pure Devotion zur Liebeserklärung. An durchgeschwitzte Nächte auf der Tanzfläche, spontane Freundschaften in der Kloschlange und die Neuentdeckung des Sinn des Lebens auf der Fahrt nach Hause. Alles voller Ecken, Kanten, Unschärfen und ein Album chaotisch und euphorisch wie die letzte Tour durch die Clubs der Stadt.

Tracklist: Overmono - Pure Devotion

  1. Lockup
  2. Knight In Shining Prada (Feat. John Joseph Holt)
  3. Slowmotion
  4. Even Angels Ghost (Feat. Kindora)
  5. Mialon
  6. Laxbrook
  7. Gem Lingo (Ovr Now) (Feat. Ruthven)
  8. Adre
  9. Ballad (Feat. Kindora And Rock Floyd)
  10. After The Rain

Pure Devotion von Overmono ist am 07. August 2026 via XL Recordings erschienen.

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