Maxxxine

Maxxxine

egoFM Trailer: Filmtipp

Von  Fabian Broicher
Zum Abschluss ihrer Horror-Trilogie mit Freizügigkeit drehen Regisseur Ti West und Hauptdarstellerin Mia Goth noch einmal auf und liefern mit 'Maxxxine' eine clevere filmische Zeitreise in die 80er Jahre.

Was hinter Maxxxine steckt

2022 war es, da verband Ti West Slasher-Horror mit Erwachsenen-Filmchen. Der schlicht X betitelte Film war eine Hommage ans Genre-Kino der 70er, der allerdings etwas an einer oberflächlichen Charakterzeichnung und unausgegorenem Tempo litt. Das Prequel Pearl war um einiges sehenswerter, nicht zuletzt dank Hauptdarstellerin Mia Goth, der es exzellent gelang, Unschuld mit Bösartigkeit zu verbinden. Jetzt folgt mit Maxxxine der Abschluss der Trilogie, die sechs Jahre nach den blutigen Ereignissen von X spielt, jenem so genannten "Texas Pornhouse Massacre".



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Worum es in Maxxxine geht

Im unbarmherzigen Hollywood der 80er versucht Maxine Minx noch immer ein großer Filmstar zu werden, ihre Karriere als Pornodarstellerin und Stripperin reicht ihr nicht mehr. Sie ist davon überzeugt, dass mehr in ihr steckt. Und tatsächlich bringt ihr diese Überzeugung ein erfolgreiches Vorsprechen ein. Sie wird von der furchteinflößenden Regisseurin Elizabeth für den Horrorfilm The Puritan 2 gecastet, eine unbarmherzige Person, der die beste Leistung anderer gerade gut genug ist.

Eigentlich hätte Maxine also genug mit den Vorbereitungen für ihre erste große Rolle abseits der Schmuddel-Filmchen zu tun. Aber durch die Straßen von Los Angeles streift ein Serienmörder, der Night Killer hält die ganze Stadt in Atem. Seine bevorzugten Opfer sind junge Mädchen, die er brutal massakriert und ihnen Pentagramme ins Fleisch brennt.
Zwei von Maxines Kolleginnen fallen ihm zum Opfer, und auch ihr bester Freund wird abgestochen. Außerdem bekommt das aufgehende Sternchen Besuch von einem dubiosen Privatdetektiv, der erschreckend viel über ihre Vergangenheit zu wissen scheint.

Der Trailer für Maxxxine


So ist Maxxxine

Maxxxine ist nicht gerade arm an Highlights, und der Privatdetektiv John ist eines davon. Kevin Bacon schlüpft in die Rolle des schmierigen, überheblichen Großkotzes, in dessen Mund zwei Goldzähne glitzern. Wie so vieles in Ti Wests Film ist er eine in Karikatur verpackte Hommage an die 80er. Genauer gesagt das Genre-Kino dieses Jahrzehnts, Horror- und Sex-Streifen.

Parallel dazu erzählt West die Geschichte von Maxine, der zielstrebigen jungen Frau, die nur auf ihren großen Durchbruch wartet und für ihn buchstäblich über Leichen geht. Es ist eine Geschichte über den Ruhm Hollywoods und wie dieser jeden Menschen in ein Monster verwandeln kann.

Und auch sonst dreht Ti West zum Abschluss seiner Trilogie mächtig auf.

Zu den Klängen von ZZ Top und John Parr (und jetzt alle: "St. Elmo's Fiiiiiireeeee") cruisen die Figuren in Cabrios durch die Straßen von Los Angeles. Videotheken und zwielichtige Rotlicht-Etablissements sind die Zentren des kulturellen Lebens. Eine in Grusel verpackte Reise in die 80er. Die Filme rund um Maxine gehören zu den unterhaltsamsten des jüngeren Horror-Kinos, und schon allein dafür muss man vor dem Kreativ-Team Ti West und Mia Goth den Hut ziehen.

Ihnen ist es gelungen, eines der visionärsten Horror-Franchises zu kreieren. Dafür gibt's 8 von 10 Schmuddel-Filmchen.



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