Plan B: Night of Light 2020

Plan B: Night of Light 2020

Ein Hilfeschrei der Veranstaltungsindustrie

In der Nacht von Montag auf Dienstag strahlen Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft in ganz Deutschland ihre Gebäude rot an - und wollen damit auf die Notlage der Branche aufmerksam machen.

Die Branche ist vom Aussterben bedroht

Die Veranstaltungsindustrie leidet mit am stärksten unter der Corona-Krise. Sie wurde als erstes von der Krise getroffen und wird vermutlich auch mit als letzte von den Auswirkungen betroffen sein. Seit Anfang März sind Großveranstaltungen untersagt und kleine Veranstaltungen unterliegen strengen Hygiene-Vorschriften. Viele Veranstaltungen sind daher insgesamt wirtschaftlich nicht mehr durchführbar. Unzählige Beschäftigte aus den Bereichen Messebau, Veranstaltungstechnik, Eventagentur, Catering, Bühnenbau, Eventlocation, Messegesellschaft, Kongresscenter, Tagungshotel, Konzertveranstaltung und Künstler*innen und Einzelunternehmer*innen sind davon betroffen. Die derzeitigen Hilfeleistungen und Kreditprogramme reichen nicht aus, um eine Überschuldung und hohe Umsatzausfälle der Unternehmen zu verhindern.

Aufruf der Veranstalter

Tom Koperek, Vorstand der LK-AG aus Essen, ruft zur Night of Light 2020 auf. In der Nacht von Montag auf Dienstag (22.-23.6.) werden Unternehmen in ganz Deutschland ihre Locations beziehungsweise ausgewählte Gebäude rot beleuchten und so auf die Notlage der Branche aufmerksam machen. Das Ziel ist es, mit der Politik ins Gespräch zu kommen, wie die Veranstaltungswirtschaft vor einer Insolvenzwelle gerettet werden kann und Beschäftigte vor dem Existenz-Aus bewahrt werden können.


Die Farbe Rot...

...steht für die Alarmstufe Rot, für den flammenden Appell an die Öffentlichkeit, für die Leidenschaft der Veranstalter*innen für ihren Beruf. Die Zahl der Unterstützer wächst stetig, bisher werden dann am Montag über 3500 Gebäude ab 22.00 Uhr für drei Stunden in rotes Licht gehüllt. Auch Veranstalter*innen aus den egoStädten sind dabei: In München werden zum Beispiel das Deutsche Museum, in Stuttgart die Staatsgalerie und in Würzburg die Augustinerkirche angestrahlt. Die Lichtinstallationen werden auf Facebook und Instagram unter dem Hashtag #nightoflight2020 dokumentiert und können dann auch im Internet angeschaut werden.

Auch das Muffatwerk ist bei der Aktion dabei. Momentan wird zwar über Muffat.Transformer fleißig aus der Muffathalle gestreamt - die Einnahmen bleiben aber wie bei allen Veranstaltungsorten aus. 
"Die Krise wird die gesamte Branche noch bis mindestens Ende des Jahres lahmlegen, denn die derzeitig zulässigen Besucherkapazitäten von 10 bis 15 % der regulären Kapazitäten erlauben den freien Veranstaltern keinen rentablen Betrieb. Dieser mindestens neun Monate dauernde Shut Down ist mit eigenen Mitteln finanziell nicht durchstehbar - daher senden auch wir diesen flammenden Appell zur Rettung einer ganzen Branche, ohne der die Vielfalt der Kulturlandschaft austrocknen würde." Ralf Binder vom Muffatwerk



Mehr Infos findest du auf der Website der Aktion. Außerdem findest du hier eine Karte, auf der du sehen kannst, welche Gebäude in deiner Nähe beleuchtet werden!

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